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 Das neue Familien-Magazin von Wellendorff

 

Für diese nun bereits dritte Ausgabe des Familien-Magazins haben wir intensiv Zeit verbracht: Mit Freunden, die uns schon lange begleiten, und haben sie gefragt, welche Werte sie mit Schmuck verbinden. Lesen Sie jeden Monat Auszüge aus unserem Magazin auf unserer Website.

Burda-Vorstand Philipp Welte im Gespräch

Philipp Welte gilt als einer der einflussreichsten und kreativsten Medienmanager Deutschlands. Am 28. Oktober erhielt er den Ehrenpreis des Bayerischen Printpreises für die Jahre 2020/2021 – eine Auszeichnung, die der Bayerische Ministerpräsident an eine Persönlichkeit verleiht, die sich in besonderer Weise um den bayerischen Printmedienstandort verdient gemacht hat. Mit Christoph Wellendorff verbindet den Vorstand von Hubert Burda Media eine langjährige Freundschaft. Im Interview für die aktuelle Ausgabe unseres Familien-Magazins sprechen die beiden über Heimat, Verlässlichkeit und Schmuckstücke, die einen jeden Tag begleiten.

Christoph Wellendorff: Lieber Philipp, unsere gemeinsame Geschichte begann vor 23 Jahren mit einem Anruf. Du hast bei mir in deiner damaligen Funktion als neuer BUNTE- Geschäftsführer durchgeklingelt und uns deine Beratung angeboten.
Philipp Welte: Genau so habe ich mich mit euch ins Gespräch gebracht. Ich wollte dir und deiner Familie zeigen, wie erfolgreich eine Zusammenarbeit zwischen BUNTE und Wellendorff sein könnte.

Der Anruf hat sich gelohnt. 90 Prozent unseres Werbevolumens landeten damals bei BUNTE (lacht). Und wir sind bis heute treuer Partner von Burda. Weißt du noch, wie du auf Wellendorff gekommen bist?
Zu dieser Zeit, Ende der 90er Jahre, haben wir konzentriert am großen Comeback von BUNTE gearbeitet und ich war auf der Suche nach Werbepartnern, deren positives Image auf die Marke BUNTE zurückstrahlen könnte. Wir hatten eine Reihe solcher Zielkunden und mir war es wichtig, eine große deutsche Schmuckmarke für BUNTE zu gewinnen. So kam ich nach Pforzheim.

   

Burda ist eines der erfolgreichsten Familienunternehmen im deutschen Verlagsgeschäft. Was bedeutet es für dich, in einem Familienunternehmen tätig zu sein?
Es ist etwas Besonderes, für eine Familie und deren Unternehmen zu arbeiten. Wirkliche Familienunternehmen sind nicht nur Unternehmen in Familienbesitz, sondern ihre Philosophie ist auch eine familiäre. Das Unternehmen selbst versteht sich als eine große Familie und die Verantwortung der Führung für die Mitarbeiter entspringt diesem Verständnis. Dadurch bekommen Loyalität und Treue einen viel höheren Stellenwert, und zwar in beide Richtungen. Diese wechselseitige Beziehung schafft eine wärmere Atmosphäre und auch mehr Freiraum für Kreativität. Für mich ist Burda vergleichbar mit einem venezianischen Fürstenhof, den der kluge Fürst immer weiter ausbaut und verschönert, damit vielerlei Künste sich dort wohlfühlen.

Meine Familie folgt dem Leitsatz „Mach keine Geschäfte mit Freunden“. Uns beiden ist es aber gelungen, aus einer freundschaftlichen Geschäftsbeziehung eine private Freundschaft zu entwickeln.
Das ist sehr ungewöhnlich, das stimmt. Wir haben vor 23 Jahren jeder für sich einen Weg eingeschlagen, der uns immer wieder zusammengeführt hat. Wir haben uns nie verloren. Sowohl das Unternehmen Wellendorff als auch der Konzern Burda und sein Verlagsgeschäft haben sich in den letzten zwei Dekaden fundamental verändert. Aber wenn man solche Wege gemeinsam geht, verbindet das in besonderer Weise. Entlang des Weges erkennt man genau, auf wen man sich verlassen kann und auf wen nicht. Kurz gesagt: Viele Weggefährten sind verschwunden, einige wenige bleiben. Wie bei einer Wanderung in den Bergen: Am Anfang läuft man fröhlich über blühende Wiesen mit weidenden Kühen, aber mit zunehmender Höhe wird es karger und härter. Irgendwann sieht man den Gipfel in Schnee und Eis. Und man hält inne und stellt fest, wer noch neben einem steht: wenige, wenn es wirklich hart wird.

Stimmt, wir haben in diesen 23 Jahren viele Geschäftspartner und Freundschaften kommen und gehen sehen. Was bedeutet dir Freundschaft, Philipp?
Freundschaft macht das Leben lebenswert und in den schwierigen Phasen überhaupt erträglich. Freunde geben dir Halt und Kraft, um schwere Zeiten zu überstehen, und es ist ein Geschenk, mit ihnen die schönen Seiten des Lebens zu erfahren. Aber wirkliche Freunde oder wahre Freundschaft sind rar. Wer fünf wahre Freunde in seinem Leben hat, der ist ein glücklicher Mensch.

„Wahre Werte“ – dafür steht die Marke Wellendorff. Was sind deine wahren Werte? 
Verlässlichkeit ist mir sehr wichtig. Egal, ob Menschen, die ich liebe, oder Menschen, mit denen ich arbeite – jeder soll sich in jeder Lebenslage auf mich verlassen können. Natürlich habe ich meinen Auftrag bei Burda immer auch so verstanden, dass Hubert Burda sich auf mich verlassen kann. Ich denke, das tut er seit 1994.

   

Du trägst an deinem rechten Arm einen Silberreif. Hat er eine Bedeutung?
Dieser Reif ist für mich das Symbol meiner Freiheit und er ist an diesem Arm jeden einzelnen Tag, seit ich 25 Jahre alt bin. Als Student hatte ich ein eigenes Kaffeehaus und als ich es wegen des Studiums aufgegeben habe, bin ich mit der letzten Tageseinnahme zu einem Goldschmied gegangen und habe ihm gesagt: „Ich möchte das hier in Silber an meinem Arm tragen.“ Seit 35 Jahren gibt mir dieser silberne Reif eine große Sicherheit – ich weiß: Wenn alles schiefgeht, „Kneipier“ kann ich.

Warum hast du die Kneipe zugemacht?
Gastronomie ist eine Lebenseinstellung, sie funktioniert, wenn du ihr dein Leben gibst. Dafür war neben dem Studium kein Platz. Ich musste mich entscheiden und habe das Studium gewählt. Aber diese Zeit in meinem eigenen Café lebt als Erinnerung und als Zeichen von Freiheit an meinem Arm. Vielleicht eröffne ich ja irgendwann noch mal eine Bar, vielleicht auf Formentera – das wäre ein großer Traum.

Das heißt, dein Armreif kann sprechen. Er spricht und sagt: Philipp, du bist frei, es geht um deine Freiheit. Ist das richtig?
Ja. Schmuck sagt mir viel und sagt viel über mich. Ich trage mein ganzes Leben lang schon Schmuck, aber jedes Schmuckstück hat immer eine Bedeutung.

Welche Bedeutung hat die weißgoldene Silky, die du um den Hals trägst?
Mit der habe ich um die Hand meiner Frau angehalten. Ich wollte keinen klassischen Verlobungsring, sondern diese Kette sollte uns verbinden. Ich habe sie in Weißgold und trage sie seit 21 Jahren als ein Zeichen der Verbundenheit.

Du bist einer der Ersten, die einen Blick auf unsere Innovation, das Federnde Gold, werfen durften. Was denkst du darüber?
Es ist eine echte Innovation, die mich wirklich überwältigt hat. In unserer Welt der Medien wird Innovation heute fast immer mit Digitalisierung oder neuen Technologien gleichgesetzt. Dabei hat sie in erster Linie mit Kreativität zu tun. Daher ist es für mich so schön zu sehen, dass eine altbewährte Handwerkskunst etwas ganz Neues hervorbringen kann. Denn die Kraft und den Mut zur Innovation aufzubringen, ist eine Herausforderung und nicht weit verbreitet. Wellendorff hat das als Familienunternehmen geschafft und mit dieser Erfindung einen Sprung nach vorne gemacht. Das bewundere ich.

Früher trugen Männer eine Uhr und vielleicht noch einen Ehering. Heutzutage „schmücken“ sich Männer deutlich mehr.
Das hat sich tatsächlich verändert, teilweise vielleicht etwas zu krass. Immer wieder sehe ich Männer, die sich schmücken wie beim Almabtrieb. Das muss nicht sein. Ich selbst trage schon immer Schmuck, weil es Teil meiner Persönlichkeit ist. Dabei geht es nicht einfach nur darum, mich zu schmücken, sondern es ist Schmuck, der etwas sagen will und das idealerweise auch tut. Aber es stimmt, die Reaktion auf Schmuck an Männern war vor 30 oder auch nur 20 Jahren tatsächlich völlig anders. Heute ist es „cool“, wenn Männer modische Statements setzen, nicht nur mit Schmuck. Nimm die Art, wie wir die Hemden tragen: Hat man nur einen Knopf offen wie du oder zwei wie ich? Das ist dann der eher romanische Stil aus Frankreich und Italien. Den dritten Knopf, den lass besser zu, das waren die 70er Jahre an der Côte d’Azur, aber die ersten beiden kann man sehr gut offen tragen – dann sieht man auch den schönen Schmuck am Hals.

   

So lerne ich immer wieder gerne von meinem Freund, dem Medienmacher. Du hast selbst drei faszinierende Töchter. Schenkst du ihnen auch Schmuck?
Ja, mit sehr viel Liebe. Wir tragen zum Beispiel alle den gleichen Ring – einen Familienring sozusagen. Außerdem schenke ich ihnen zu besonderen Anlässen auch gerne etwas Besonderes, also habe ich meinen beiden großen Töchtern aus bestimmtem Anlass meine ersten beiden wertvollen Uhren geschenkt. Ich schenke nur Schmuck, der etwas sagt. Schmuck muss auch immer eine Bedeutung für den Menschen haben, der ihn verschenkt. Dadurch erhält er einen inneren Wert.

Bei Schmuck geht es ums Schenken und um Freude, also um Emotionen. Daraus haben wir den Slogan „Aus Liebe. Das Beste.“ abgeleitet. Was fühlst du bei diesen Worten?
Ich würde es wahrscheinlich anders formulieren, „Exzellenz aus Liebe“ vielleicht. Mir ist der Superlativ immer etwas suspekt, weil zu apodiktisch. Was Wellendorff auszeichnet, sind die handwerkliche Präzision und die Exzellenz in der Fertigung von Schmuckstücken. Weil sie so exzellent gemacht sind, halten sie ewig und bedeuten damit ein Stück Unendlichkeit. Und genau wegen einer Botschaft, die nicht vergehen soll, schenkt man Schmuck von Wellendorff.

Das ist sehr schön formuliert, Philipp. Wellendorff-Schmuck ist ein Stück Unendlichkeit. Das inspiriert mich. Danke dir. Du hast mir zu meinem Geburtstag ein Bild mit dem
Titel „Heimat“ geschenkt. Wo ist deine Heimat und wie wichtig ist sie dir?

Das ist eine schwierige Frage. Heimat ist da, wo die Seele zu Hause ist. Und Heimat entscheidet über unser Leben. Denn egal, wohin man geht, man sollte immer wissen, wo man herkommt. Meine Kindheit auf der Schwäbischen Alb hat mich geprägt, durch sie weiß ich, wer ich bin. Ich trage sie in mir, wo auch immer ich hingehe. Interessanterweise kehren Menschen im Alter gerne in ihre Heimat zurück.

Willkommen in Baden-Württemberg.
Da bin ich ja mal gespannt…

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Fotos: Elias Hassos

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